Zeynep Arslan ist Sozialwissenschaftlerin, Gender- und Diversitätsexpertin, Autorin, Herausgeberin und Kuratorin. Sie arbeitet schwerpunktmäßig zu Fragen von Identitäts- und Zugehörigkeitsprozessen, postkolonialer Machtkritik, Alevismen, intersektionalem Feminismus, Migration und Plurilingualität. Ihr Fokus liegt dabei auf marginalisierten Gruppen und deren politischen, sprachlichen und sozialen Positionierungsprozessen.

Arslan initiierte und koordinierte mehrere wissenschaftliche Konferenzen, darunter:

  • „Zazaki – gestern, heute und morgen“ (2015), aus der der Sammelband „Zazaki – Survival and Standardization of a Threatened Language“ (2017) hervorging,
  • „Achtzig Jahre Dersimgenozid“ (2018), veröffentlicht im Kurdischen Jahrbuch (Bd. 6, 2018),
  • Intersektional-feministische Tagungen „Sister[s in] ACT[ion]“ (2020) und „SISTERs in SOLIdarity“ (2023)
  • Online-Programme, wo sie Expert*innen aus intersektional definierten Standpunkten heraus, für die mehrstimmige Diskussion von Fragen über pluralistisch-demokratische Inklusionsprozesse im Rahmen des gesellschaftspolitischen Zusammenlebens in den Metropolen der Welt in gemeinsamen Plattformen, zusammenbringt 
  • Interdisziplinäre Ringveranstaltungsreihe an der Universität Wien “60 Jahre Arbeitsmigration aus der Türkei” (WiSe 2024/25)

Als Wissenschaftlerin veröffentlichte Arslan u.a. die Monografie „Demokratisierung durch Selbstermächtigung“ (2018, Tectum Verlag) und zahlreiche peer-reviewed Beiträge zu Gender, Migration, Alevit*innen-Diaspora und kollektiven Identitätsnarrativen – u.a. in Aspekte der österreichischen Migrationsgeschichte (2019) und TPL Border Crossing (2017).

Neben ihrer Forschung widmet sie sich der Herausgabe von Konferenz-Sammelbänden und mehrsprachiger Manuskripte in bedrohten Sprachen wie Zazaki. Zuletzt erschien „Sanıka Çêneka Pelevane“ (2021) sowie „Gulvang u itiqatê Kurmancu“ (2023), beide im Rahmen der Reihe Grazer Plurilinguale Texte.

Arslan war von 2021 bis 2025 Gender- und Diversitätsbeauftragte für den Wiener Gesundheitsverbund. Derzeit ist Arslan bei der Antidiskriminierungsstelle Wien engagiert. Zuvor war sie u.a. für die Stadt Wien (Integrationsabteilung, Einwanderungsbehörde), die Europäische Kommission (Brüssel), Princess Basma Center (Jerusalem) sowie die Tageszeitung Evrensel (Istanbul) tätig.